Stärkung des Bio-Baumwollsektors und nachhaltiger Baumwollproduktion in Benin.

Steckbrief

Rohstoff: Baumwolle

Land: Benin

Laufzeit: 11/2021 bis 10/2024

Zielgruppe: 9.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und ca. 45.500 Bauernfamilien

Fördersumme: 1.040.135 EUR

Partner

  • Pesticide Action Network (PAN) UK 
    Die einzige britische Non-Profit Organisation, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung der durch chemische Pestizide verursachten Schäden befasst, aber auch nachhaltige Alternativen der Landwirtschaft unterstützt.
  • Paul Reinhart AG: 
    Das 1788 gegründete Schweizer Familienunternehmen ist der älteste und einer der global führenden Baumwollhändler. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrungen in Westafrika, u. a. in Benin, und über besondere Expertise im Bereich Bio-Baumwolle und im Einkauf von Baumwolle in Ländern mit kleinbäuerlichen Strukturen.
  • Aid by Trade Foundation (AbTF): 
    Die Stiftung wurde 2005 von Prof. Dr. Michael Otto mit dem Ziel gegründet, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und damit den Umweltschutz zu fördern und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu sichern. Mit einem weltweit führenden Standard für nachhaltige Baumwolle, Cotton made in Africa (CmiA), setzt die Stiftung ihre Ziele um. Die Einnahmen aus den Lizenzen für CmiA-zertifizierte Baumwolle werden nach den Mechanismen eines Sozialunternehmens in den Baumwollanbaugebieten in Subsahara-Afrika reinvestiert.
  • Organisation Béninoise pour la Promotion de l'Agriculture Biologique (OBEPAB): 
    OBEPAB ist eine 1997 gegründete beninische NGO, die Bäuerinnen und Bauern Schulungen und technische Unterstützung zu ökologischen Produktionsmethoden, Zertifizierung und Vermarktung anbietet. Sie fördert resiliente und vielfältige kleinbäuerliche Anbausysteme und Gemeinschaftsinitiativen, die Frauen und Männern in den Baumwollanbaugebieten des ländlichen Benin zugutekommen.
Landarbeiter bei der Ernte von Bio-Baumwolle in Benin (© OBEPAB)
Landarbeiter bei der Ernte von Bio-Baumwolle in Benin (© OBEPAB)

Projektbeschreibung

Seit November 2021 unterstützt dieses Projekt Baumwollkleinbäuerinnen und Baumwollkleinbauern in Benin bei der Umstellung auf ökologischen Anbau, der wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile verspricht. Insgesamt soll die Produktion hochwertiger Bio-Baumwolle in Benin verdoppelt werden, was direkt über 9000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, davon mindestens 30 % Frauen, zugutekommt und ihr Nettoeinkommen um bis zu 60 % steigern soll.

Geplante Maßnahmen dafür sind u. a. die Stärkung der Kapazitäten der Zielgruppe in nachhaltigen Anbaumethoden oder verbessertes Saatgut als Anpassung an den Klimawandel. Durch Saatgutversuche und -vermehrung wird sichergestellt, dass allen teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern hochwertiges und lokal angepasstes Bio-Baumwollsaatgut zur Verfügung steht. 

Indirekt werden ca. 45.500 Erwachsene und Kinder in den landwirtschaftlichen Haushalten von dem Projekt profitieren, da das Haushaltseinkommen steigt und die Belastung durch Pestizide verringert wird.

Das Projekt trägt auch dazu bei, die Akteure entlang der Lieferkette stärker zu vernetzen und so für mehr Transparenz und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Bio-Baumwolle aus Benin zu sorgen. Auf diese Weise werden kontinuierliche Investitionen angestrebt, um die Zukunft des kleinbäuerlichen ökologischen Baumwollanbaus in Benin zu sichern.