Kaffee-Innovationsfonds

©GIZ/Silas Koch
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Unterstützung von Kleinbauern, Förderung von Innovationen

Kaffee-Innovationsfonds 1.0

In seiner ersten Runde von 2019 bis 2020 unterstützte der Kaffee-Innovationsfonds wegweisende Projekte im äthiopischen, myanmarischen, indonesischen und vietnamesischen Kaffeesektor.

Wie können Unternehmen und Kooperativen die Nachhaltigkeit im Kaffeesektor fördern? Der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Kaffee-Innovationsfonds unterstützt Pionierprojekte, die Kaffee für die Bauern profitabler machen. Die Projekte verfolgen verschiedene Ansätze, um die Produktion, Verarbeitung oder Vermarktung von Kaffeebohnen zu verbessern und die lokale Wertschöpfung zu erhöhen.

 

Kaffee, der in Stockbetten angebaut wird, Blockchain-basierte Transparenz, Kaffee kombiniert mit Ökotourismus - 21 Projekte aus vier Ländern machten beim Ideenwettbewerb des Fonds das Rennen. Von 2019 bis 2020 erhielten sie finanzielle Unterstützung, Beratung und Zugang zu einem breiten Netzwerk im Kaffeesektor.

 

Die Unterstützung durch den Fonds ermöglichte es Start-ups und Kooperativen, neue Ideen zu testen und Erfahrungen zu sammeln. Auch andere Stakeholder können von den Ergebnissen profitieren, die bei Austauschtreffen und in Toolkits mit den verschiedenen Lösungen der Projekte vorgestellt wurden. Innovationen aus Äthiopien, Indonesien, Myanmar und Vietnam wurden so in der ganzen kaffeeproduzierenden Welt verbreitet.

©GIZ/Silas Koch
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Kaffee-Innovationsfonds 2.0

Nach einer erfolgreichen ersten Runde, in der 21 Projekte ausgewählt wurden, wird die zweite Runde des Fonds Investitionsmöglichkeiten in vier ostafrikanischen Ländern schaffen: Äthiopien, Kenia, Ruanda und Uganda.

 

Die Bewerbungsfrist für die zweite Runde des Kaffee-Innovationsfonds ist am 31. Dezember 2020 abgelaufen und die Anträge werden derzeit gesichtet. Die Umsetzung der ausgewählten Projekte soll im Mai 2021 beginnen. Wie in der vorherigen Runde werden die pilotierten Innovationen veröffentlicht und im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Kaffeesektor geteilt.

 

Was Sie über den Kaffee-Innovationsfonds wissen sollten:

  • Er fördert die Entwicklung und Umsetzung innovativer Praktiken, Systeme und Werkzeuge im Kaffeesektor
  • ist eine Kooperation zwischen einem oder mehreren privaten Unternehmen und der GIZ
  • bietet kommerzielle Vorteile für die privaten Partner und bringt gleichzeitig entwicklungspolitische Vorteile für den Kaffeesektor im Land
  • wird von beiden Partnern konzipiert, aber vom privaten Partner mit Unterstützung von Drittanbietern umgesetzt
  • kann bis zu 50.000 € pro Projekt zur Deckung der Kosten für Material, Technologie und technische Unterstützung beitragen
  • ist kein auf Barauszahlung basierender Fonds und
  • erfordert von den Antragstellern entsprechende Beiträge (Beiträge können in Form von Geld oder Sachleistungen erfolgen).

Die GIZ arbeitet mit den ausgewählten Unternehmen zusammen, um sie bei der Konzeption und Umsetzung der Projekte zu unterstützen. Die Vorschläge werden nach den Kriterien Innovation, Replizierbarkeit, Inklusivität und potenzielle Wirkung ausgewählt.

 

Der Kaffee-Innovationsfonds wird vom Programm für nachhaltige Agrarlieferketten und Standards der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Die GIZ arbeitet mit den Unternehmen zusammen, um sie bei der Konzeption und Umsetzung der Projekte zu unterstützen.