MoU für den ecuadorianischen Bananensektor unterzeichnet

Am 30. September 2020 haben verschiedene Akteure des ecuadorianischen Bananensektors eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Landwirtschaftsministerium (MAG), das Institut für Agrarforschung (INIAP), das Amt für Pflanzen- und Tiergesundheit (Agrocalidad) wollen gemeinsam mit der GIZ Ecuador den Bananensektor nachhaltiger gestalten. Die Partner streben eine nachhaltigere Produktion von Bananen und eine bessere Vermarktung nachhaltig erzeugter Bananen an.

 

Das Memorandum of Understanding ist im Rahmen des GIZ Pilotprojekts „Nachhaltige Banane“ in Ecuador verabschiedet worden. Das Projekt zielt darauf ab, die Situation der überwiegend kleinbäuerlichen Produzent*innen in der Provinz El Oro, der Hauptregion für den Bananenanbau, zu verbessern.

 

Ecuador ist der größte Bananenproduzent weltweit. Mehr als 60% aller in Deutschland verzehrten Bananen stammen aus Ecuador. Nach Rohöl ist die Banane das zweitwichtigste Exportgut des kleinen lateinamerikanischen Landes. Ein Fünftel der Bevölkerung ist wirtschaftlich direkt oder indirekt vom Bananensektor abhängig.

 

Das MoU deckt verschiedene Maßnahmen ab. Dazu gehört die Förderung guter landwirtschaftlicher Praktiken und anderer Maßnahmen, um die Produktion sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltiger zu machen. So wird unter anderem die Diversifizierung der Bananenproduktion gefördert, Erzeuger- und Vermarktungsgemeinschaften von Kleinproduzent*innen gestärkt sowie Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, wie dem Bananenpilz TR4 unterstützt. Weitere Ziele der Zusammenarbeit sind es Wissen und Technologien zu nachhaltigem Bananenanbau weiterzuentwickeln. Außerdem soll der sektorübergreifenden Dialog gestärkt werden.