Kaffeeinnovationsfonds

Innovationen fördern, Kleinbauernfamilien stärken

Der Kaffeeinnovationsfonds fördert in seiner zweiten Runde richtungsweisende Projekte in Äthiopien, Kenia, Ruanda und Uganda. Nun sind Factsheets zu den einzelnen Projekten aus dem Kaffeesektor verfügbar.

© GIZ
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Der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Kaffee-Innovationsfonds ermöglicht Start-ups und Kooperativen, neue Ideen zu erproben und Erfahrungen zu gewinnen. In den vier ostafrikanischen Ländern werden jeweils fünf Projekte unterstützt, die auf innovative Weise den Kaffeeanbau für die Bäuerinnen und Bauern profitabler machen. Mit unterschiedlichsten Ansätzen verbessern sie Produktion, Verarbeitung oder Vermarktung der Bohnen und erhöhen die Wertschöpfung vor Ort.

 

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Um den rapiden Preisverfall im Kaffeesektor auszugleichen, werden Kaffeebäuerinnen und -bauern dabei unterstützt, ihr Einkommen aus mehreren Produkten zu beziehen. Dazu zählen unter anderem Honig, Cascara und Patchouli. Ein digitales Tool erfasst die CO2-Speicherkapazität von Kaffeewäldern und fördert deren Schutz. Eine mobile Entkernungsstation ermöglicht auch Bäuerinnen und Bauern in abgelegenen, ländlichen Gebieten, ihren Kaffee höherwertig zu verkaufen. Organischer Dünger ist nicht nur umweltschonender, er steigert auch den Ertrag der Kaffeeernte. Zusätzlich fördern digitale Datenbanken die Transparenz, den Marktzugang sowie Vernetzmöglichkeiten unter Kooperativen und Kleinbauernfamilien.

 

Die ausgewählten Projekte starten nun in ihre Umsetzungsphase und werden für ein Jahr lang von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gefördert und begleitet. Von diesen Erfahrungen sollen letztendlich auch andere Akteure profitieren – durch Austausch auf Veranstaltungen und ein Handbuch mit den Lösungsansätzen, die in den Projekten umgesetzt wurden. So werden Innovationen aus Äthiopien, Kenia, Ruanda und Uganda in die ganze Kaffeewelt getragen.

Factsheets zu den einzelnen Projekten

Ethiopia

Using digital applications to facilitate market access for unorganized smallholder coffee producers

Ethiopia

Use of artificial intelligence for early detection of coffee diseases

Ethiopia

Proving the feasibility of results-based carbon payments for Ethiopian coffee agroforestry

Ethiopia

Production of organic Cascara to increase the living income of coffee farmers

Ethiopia

Creating capacity building and value addition service centers for smallholder farmers, entrepreneurs, and MSMEs

Kenya

Digitizing the Nairobi Coffee Exchange

Kenya

Diversifying coffee farm income through modern bee farming

Kenya

Expanding Eco-Friendly Domestic Consumption to increase farmer incomes

Kenya

Maximizing the benefits of sustainable wastewater management

Kenya

Repairing soils to increase quantity and quality coffee yields

Rwanda

Brand building and direct marketing campaign for Angelique's Finest coffee - fully made by women

Rwanda

Coffee and Patchouli intercropping and rejuvenation for increased coffee production and quality

Rwanda

Development of a Rwandan Coffee Value Chain Directory for Direct Crop to Cup Value Chain Market Linkages

Rwanda

Digitized coffee supply chain for improved quality, management, sourcing, and sustainability

Rwanda

Production of organic fertilizer using tithonia intercropping to increase productivity and quality

Uganda

Biogas technologies for clean energy and organic manure for increased coffee production

Uganda

Integration of beekeeping into the banana coffee system

Uganda

Mobile coffee pulping

Uganda

Rainwater harvesting for wet coffee processing

Uganda

Transparent reporting system for coffee